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Dorfchronik

Man soll es nicht glauben, aber Anfang des 16. Jahrhunderts und noch viele Jahre( Jahrhunderte ) danach wurde in unserer Gegend Eisenerz gefunden und auch abgebaut. Jeder in unserer Gegend kennt doch den „ Erzberg “ bei Hermeskeil oder den Ort Eisen.Bauern verdienten sich etwas dazu indem Sie in der landwirtschaftlich „freien“ Zeit nach Eisenerz suchten.Als man dann feststellte, dass die Nachfrage nach Eisenerz immer mehr stieg und damit auch die Verdienstmöglichkeiten stiegen wurde Eisenerzabbau zum Hauptverdienst der Bauern.Aber beim Eisenerzabbau allein blieb es nicht. Der Hochwald hatte doch alles was man zur Eisengewinnung brauchte: Eisenerz und Wälder zur Holzkohlengewinnung. Und so waren auch bald die ersten Eisenschmelzen auf dem Hochwald angesiedelt. Es folgten die Niederlassung eisenverarbeitender Industrie, hauptsächlich in der Nähe von Züsch, dem „Züscher Hammer“.Aber mit ungelernten Bauern oder Köhler konnte man kein Roheisen verarbeiten. So kamen schon Ende des 17. Jahrhunderts die ersten “Gastarbeiter” (Wallonen) in den Hochwald. Immer mehr Arbeiter aus der Wallonie fanden ihren Weg nach Züsch und Umgebung.Aber genau wie heute, galt damals auch schon das unternehmerische Denken nach Gewinnoptimierung .Die Erzvorkommen waren bald zu gering und zudem im Abbau zu teuer. Es gab auch zu wenig Holzkohle.Die Arbeit wurde immer weniger, und die Arbeitslosenzahl stieg. Die Wallonen, noch vor Jahren dringend gebraucht, verloren ihre Arbeitsplätze.In kleinen Holzbaracken wohnten sie unter menschenunwürdigen Bedingungen. Sie ernährten sich hauptsächlich vom Wilderei und Holzdiebstahl. Dies konnte natürlich von der Obrigkeit nicht lange geduldet werden. Man versuchte dieses Problem zu lösen indem man die Einwohner zum freiwilligen umsiedeln animierte. Aber ohne Erfolg.Erst der Hermeskeiler Bürgermeister Schwarz fand eine Lösung für dieses Problem:Mit Unterstützung der Regierung wurden Parzellen auf Kellnereiwald und Groß Abtei für die Umsiedlung der Arbeiter zur Verfügung gestellt. Per Kabinettsorder des Königs vom 29.Juni 1833 wurden die Parzellen “Groß Abtei” eingerichtet.Die Geburtsstunde des Ortes Abtei. 44 Umsiedler meldeten sich freiwillig für Abtei, so das die Parzellen anschließend zugelost und besiedelt werden konnte.Auf Kellnereiwald entstand der Ort Höfchen. Wirtschaftliche Daten Die Bewohner von Abtei waren, wie oben beschrieben, hauptsächlich Eisenarbeiter. Es war also nicht verwunderlich, dass es zu Schwierigkeiten kam. Die Menschen hatten keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht. So kam es Mitte des 19. Jahrhunderts zu Not und Elend in Abtei.Die Regierung wollte die Kolonien wieder auflösen. Aber freiwillig konnten nur wenige zum Umsiedeln bewegt werden.Es blieb also nichts anderes übrig als die Bewohner unter „staatliche“ Aufsicht zu stellen und die Ordnung wieder herzustellen. Diese Maßnahme hatte dann auch Erfolg.Eine Schule wurde bereits 1839 errichtet und bald darauf der erste Gottesdienst im Schulsaal gefeiert.Die Menschen fanden Arbeit im benachbarten Saarland in Bergwerken, aber auch in Eisenhütten.Andere versuchten sich als Tagelöhner oder Hausierer.Gross Abtei bis zum Stadtteil AbteiWie schon beschrieben war es bis zur Entstehung des Ortes Abtei ein langer Weg.Am 1.April 1931 wurde Abtei Ortsteil der Gemeinde Hermeskeil. Bis zu diesem Datum war Abtei eigenständige Gemeinde. Aber anhaltende Arbeitslosigkeit und die schlechte Wirtschaftslage machten diese Entscheidung notwendig.Am 4.Juli 1970 wurde Abtei schließlich ein Teil der Stadt Hermeskeil und darf sich seither als Stadtteil bezeichnen. Chronik entstand in Anlehnung an “ 150 Jahre Abtei”; Herausgegeben durch Stadt Hermeskeil 1984;von Roland Eiden und Herbert Geisler

Zur Entstehung des Ortes




http://www.flf-book.de/Benutzer/siska1956.htm